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Internationales Erbrecht der Volksrepublik China für den Zeitraum 1949-1979

Erbrecht der Volksrepublik China
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Zu Beginn der 50er Jahre wurde in der Volksrepublik China die Rechtsauffassung vertreten, dass in Bezug auf Erbschaften mit Auslandsberührung der Grundsatz der Nachlassspaltung anzunehmen ist. Es wurde aber hierbei noch unterschieden zwischen unbeweglichem und beweglichem Vermögen.

Es wurde für Erbschaftsfälle von Ausländern chinesisches Recht angewandt, wenn es sich um in China gelegenes unbewegliches Vermögen handelte. Bei beweglichen Vermögen wurde, soweit zulässig, das Heimatrecht des Erblassers angewandt. Im Endeffekt war es allerdings so, dass auch in der Praxis für das bewegliche Vermögen des verstorbenen Ausländers in China chinesisches Recht angewandt wurde.

Zur damaligen Zeit war das Erbrecht von Blutsverwandten der Seitenlinie, d.h. insb. bei Geschwistern, nahezu ausgeschlossen.

Erst Anfang der 80er Jahre wurde durch die Volksrepublik China die Beschränkung des Erbrechts ausländischer Seiten Verwandten bei Erbfällen aufgehoben.